Jean Frei  Revisions- und Treuhand AG
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Aktuelle Informationen
Die Dumont Praxis wird vollständig abgeschafft (01.01.2009)
Das Parlament hat beschlossen die Dumont-Praxis vollständig abzuschaffen. Unklar ist noch, ab wann die Abschaffung in Kraft tritt.
 
Beim Kauf einer Liegenschaft in einem vernachlässigten Zustand können während den ersten 5 Jahren nach dem Kauf Renovationskosten, die auf bisher unterlassene Unterhaltsarbeiten zurückzuführen sind, nicht als Liegenschaftsunterhalt von den Steuern abgezogen werden. Diese Kosten gelten als wertvermehrende Investitionen und wirken sich erst bei einer späteren Veräusserung der Liegenschaft aus (Grundstückgewinnsteuer). Der normale Unterhalt, der nicht auf die Vernachlässigung zurückzuführen ist, kann als Liegenschaftsunterhalt in Abzug gebracht werden. Diese Handhabung hat dazu geführt, dass viele Hausbesitzer nach einem Kauf ihre Investitionen aufgeschoben haben.
 
Ausgaben, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen können in den ersten 5 Jahren nur zu 50 % abgezogen werden, anschliessend zu 100 %. Ob es sich hierbei um werterhaltende oder wertvermehrende Auslagen handelt, spielt keine Rolle. Diese Regelung bleibt auch nach Abschaffung der Dumont-Praxis bestehen. Sanierungen müssen mithin auch inskünftig aus steuerlicher Sicht sorgfältig geplant werden.
 
National- und Ständerat haben die parlamentarische Initiative von Nationalrat Philipp Müller verabschiedet und die vollständige Abschaffung der Dumont-Praxis beschlossen. Die Referendumsfrist ist am 22. Januar 2009 ungenutzt abgelaufen. Es ist damit zu rechnen, dass spätestens 2010 die Dumont-Praxis bei der Direkten Bundessteuer vollständig aufgehoben wird.
 
Die Kantone haben eine zweijährige Übergangsfrist erhalten. Diese Frist beginnt mit der Abschaffung bei der Direkten Bundessteuer zu laufen. Damit dürften die Kantone spätestens 2012 die Dumont-Praxis ebenfalls nicht mehr anwenden.
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